Gredler-Cup 2017

Bericht aus der BNN:

Ist das nicht Willi Wildpark?

Tatsächlich. Das große Wildschwein, der im Foyer der Spöcker Sporthalle herumsitzt, ist das Maskottchen des KSC. Und wie kommt er an diesem Tag nach Spöck? „Wir haben seit kurzem eine Kooperation mit der Fußballschule des KSC“ erklärt Oliver Schulla, Turnierkoordinator des Jugendfußballvereins Stutensee, „und zum Auftakt kam Willi Wildpark heute zu unserem Turnier und hat eine Fotosession abgehalten“.

Das Voll-Banden-Turnier des JFV sei ruckzuck voll besetzt gewesen, denn mit Bande zu spielen bedeutet, der Ball geht nie ins Aus. Es gibt keine Pausen und das Spiel ist dadurch sehr intensiv. Das sei bei den Jugendlichen sehr beliebt, erklärt Schulla. 68 Mannschaften aus dem gesamten Einzugsbereich des Badischen Fußballverbands hatten sich angemeldet, um am „Gredler-Cup“ teilzunehmen, der im zweiten Jahr ausgetragen wurde.

„Wir haben einen potenten Sponsor, aber weil wir Trikotwerbung ablehnen, haben wir dieses Turnier ins Leben gerufen, um ihm eine Plattform zu bieten“, sagt Schulla. Franz Gredler, Unternehmer aus Karlsdorf-Neuthard, kommt selbst nicht aus dem Fußball, ist aber vom Konzept des Jugendfußballvereins Stutensee so überzeugt, dass er diesen Verein gern unterstützen möchte. „Es geht hier nicht primär um sportlichen Erfolg, sondern um die nachhaltige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Den Kindern wird die Möglickeit der sportlichen Betätigung einem gesunden und geschulten Umfeld geboten. Sie sind aufgehoben und nicht abgeschoben“, sagt er. Seine Anerkennung bringt er mit einem Wanderpokal, künstlerisch gestaltet aus naturbelassenem Holz, und einem jährlichen Betrag von 3.000 Euro zum Ausdruck. „Dadurch können wir in unserem Konzept, das großen Wert auf Gemeinschaft legt, vieles verwirklichen, was sonst nicht ginge“, sagt Schulla.

Der Erfolg gibt dem jungen „Ausbildungsverein“ der Stammvereine FC und TV Spöck, SV Staffort und FSV Büchenau recht. Aus Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und verschiedenen Firmen hat sich mittlerweile ein großes Netzwerk entwickelt. Auf interner Ebene ist durch Kooperation mit regionalen Arbeitgebern eine Ausbildungsplattform für die Jugendlichen entstanden, die auf den Übergang Schule und Beruf zielt, wofür der Verein mit dem Sportjugend-Förderpreis ausgezeichnet wurde.

Auch die sportliche Seite kommt nicht zu kurz: Vom 12. bis 16. Juni ist die KSC-Fußballschule zu Gast beim JFV Stutensee und veranstaltet ein Vier-Tage-Camp. Und zum zweiten Mal in Folge erhielt der Verein das „Goldene Kleeblatt“ des Fußballkreises Karlsruhe als Auszeichnung für Kinder- und Jugendfreundlichkeit, Leistungsförderung, Ehrenamtlichkeit und Engagement im Freizeit- und Breitensport.

Im JFV spielen Jugendliche in den Altersklassen „Bambini“ bis C-Jugend und in der A-Jugend.

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